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Faxspam – Ärgerlicher Aktienmüll

Man muss schon ziemlich naiv sein, wenn man auf diese Masche hereinfällt. Aber offenbar tun es doch noch viele Leute, denn sonst müsste die Finanzaufsicht Bafin nicht immer wieder davor warnen, dass zweifelhafte Aktien per unerwünschtem Faxspam gepusht werden.

Aktuell warnt die Behörde davor, dass Aktien der BAS Logistics Plc. (ISIN: GB00B3NJDQ12) mittels Spam-Faxen massiv zum Kauf empfohlen werden. Die Kaufempfehlung erfolgt dabei unter Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende „Kursexplosion“, da die Logistik-Branche einen Boom wie noch nie erlebe. Von „Mega-Gewinn-Chance“ „, Strong Buy“ und „200 % Gewinn-Potential“ ist in dem Fax des angeblichen „Swiss Money Report“ zu lesen.

Die BaFin jedenfalls hat Anhaltspunkte dafür, dass im Rahmen der Kaufempfehlungen unrichtige oder irreführende Angaben gemacht werden und bestehende Interessenskonflikte pflichtwidrig verschwiegen werden. Sie hat hinsichtlich des betroffenen Wertes eine Untersuchung wegen des Verdachts der Marktmanipulation eingeleitet.

Wer das Werbefax genau liest, der findet ganz unten den „Hinweis auf den bestehenden Interessenkonflikt: Hiermit weisen wir bei dieser Kaufempfehlung darauf hin, dass es es einen Interessenkonflikt gibt und dass wir die empfohlene Aktie auch besitzen und derzeit kaufen bzw. verkaufen werden.“ Das riecht aber ziemlich nach altbekannten Abzockmethoden wie Scalping.

Die Finanzaufsicht jedenfalls rät allen Anlegern, vor Erwerb von Aktien dieser Gesellschaft sehr genau zu prüfen, wie seriös die gemachten Angaben sind, und sich über die betroffenen Gesellschaften auch aus anderen Quellen zu informieren. Ebenso sollten Anleger darauf achten, die BAS Logistics Plc. nicht mit anderen Unternehmen gleichen oder ähnlichen Namens zu verwechseln.

Übrigens, wer in Ausübung seines Berufs Finanzanalysen veröffentlicht und weiterleitet, hat diese Tätigkeit der BaFin anzuzeigen; Journalisten sind aber zum Beispiel davon ausgenommen. Inzwischen veröffentlicht die Behörde auf ihrer Website die Namen der Unternehmen, die dieser Pflicht nicht nachkommen und die von der Bafin zuvor nicht erreicht werden konnten, um Auskunft über ihre Tätigkeit zu erlangen – darunter findet sich auch der „Swiss Money Report“.

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