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Siemens zählt zu den europäischen Magnificient 7. Siemens-CEO Roland Busch eröffnete Technologiemesse 2024 in Las Vegas
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Sind Europas „Glorreiche 7“ aussichtsreicher als die legendären „Magnificent 7“?

Die „Magnificient 7“ aus den USA bekommen Konkurrenz aus Europa. Die Schweizer Großbank UBS hat sieben europäische Aktien – darunter auch Siemens – ausgewählt, die besser abschneiden sollen als die legendären „Magnificent 7“ der Wall Street. 2023 haben die von der Bank of America als „Magnificent 7“ geadelten Technologiewerte nach den Berechnungen der Computerbörse Nasdaq im Durchschnitt um 111% zugelegt. Das ist mehr als viermal so viel wie der breite US-Aktienindex S&P 500, der 2023 um 24% geklettert ist. Die weltweit dominierenden Tech-Giganten Alphabet (Google), Amazon, Apple, Meta (Facebook), Microsoft, Nvidia und Tesla machen dank ihrer enormen Kursgewinne inzwischen rund 30% des Börsenwerts des gesamten S&P 500 aus. Das ist fast halb so viel wie die übrigen 493 Indexwerte zusammen auf de Waage bringen. Vor allem in den USA ist deshalb in jüngster Zeit eine hitzige Diskussion entbrannt, ob die Magnificent 7 inzwischen so stark überbewertet sind, dass ein deftiger Rückschlag droht.

Europas „Glorreiche 7“: Globale Marktführer mit hohem Wachstumstempo

In diese Debatte haben nun die Vermögensverwalter der UBS mit einer europäischen Alternative zu den sieben US-Techwerten eingegriffen. Die Züricher Bank sieht gute Gründe dafür, dass „Europe´s Magnificent 7“ in diesem Jahr ihr amerikanisches Vorbild aus dem Feld schlagen können. Denn sie weisen ähnliche oder sogar bessere Wachstumschancen und eine geringere Volatilität (Schwankungsbreite) auf. Alle 7 zeichnet laut UBS aus, dass sie innovative, globale Marktführer in ihren Branchen sind und mit einem starken und nachhaltigen Gewinnwachstum aufwarten können. Allerdings sind sie mit einem durchschnittlichen KGV von 24,9 (Schätzung der Gewinne für 2025) nicht gerade preiswert.

Von Siemens bis Ferrari

Welche Aktien aber haben die Züricher Vermögensverwalter in diesen illustren Kreis aufgenommen?

  • Aus Deutschland ist nur Siemens dabei. Der Konzern weise in der Automation, der Elektrifizierung und der Digitalisierung großes Expansionspotenzial auf, begründet die UBS ihre Wahl.
  • Aus Frankreich kommen mit Hermes und LVMH zwei Luxusgüterhersteller und mit L`Oreal ein weiterer weltweit führender Konsumwert.
  • Das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk, das dank seiner Insulin- und Abnehm-Medikamente inzwischen das teuerste Unternehmen Europas ist, zählt natürlich ebenfalls zu den Glorreichen 7.
  • Hinzu kommen der niederländische Ausrüster (vor allem von Lithografie-Systemen) für die Chipindustrie ASML und der italienische Sportwagenautobauer Ferrari, der seinen steuerlichen Geschäftssitz in den Niederlanden hat.

Magnificient 7 sind Gewinner des ETF-Booms

Der Börsenwert von „Europe`s Magnificent 7“ beläuft sich laut UBS auf „nur“ zwei Billionen US-Dollar, während das amerikanische Vorbild mit 12 Billionen Dollar (per 16. Februar 2024) das Sechsfache erreicht.

Diese 7 europäischen Unternehmen repräsentieren derzeit rund 15% des 424 Aktien umfassenden MSCI Europe-Index. Sie profitieren nach Ansicht der UBS durch ihr starkes Gewicht erheblich vom Boom der ETFs und anderer passiver Anlageinstrumente. Auf den MSCI Europe gibt es derzeit in Deutschland immerhin 12 ETFs mit einem Gesamtvolumen von fast 23 Milliarden Euro. Der Durchschnitt der Analysten traut in ihren Schätzungen für die Jahre 2024 bis 2026 den europäischen „Glorreichen 7“ im Durchschnitt ein jährliches Wachstum von 9 bis 12% zu – gegenüber lediglich 2 bis 3 % für den gesamten MSCI Europe-Index.

Europas „Magnificent 7“ werden zwar kaum je die Popularität ihrer US-Konkurrenten erreichen. Aber für so manche Anleger kann die Auswahl der UBS doch ein Anhaltspunkt für erfolgreiche Aktieninvestments sein.

 

Foto von AltumCode auf Unsplash

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