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Nicht nur Tesla – die Wetten von Wallstreet-Guru Michael Burry

In einem unscheinbaren schlichten Bürogebäude im kalifornischen Saratoga vermutet man keinen Mann, dessen Aktionen viel Gewicht an der Wall Street haben. Doch genau dort hat Dr. Michael Burry, der eine gigantische Wette gegen Tesla am Laufen hat, sein Büro. Spätestens seit der Verfilmung des New York Times Bestsellers „The Big Short“ hat Burry den Status eines Wall Street Gurus. Immerhin hatte er das Platzen der Immobilienblase in den USA frühzeitig erkannt und mit seinem damaligen Hedgefund Scion Capital ein Vermögen verdient.

Michael Burry profitiert seit längerem vom Kursverfall der Tesla-Aktie

Scion Capital ist Geschichte, der Fonds ist aufgelöst. Heute managt Michael Burry das Family Office Scion Asset Management und hält seit einigen Monaten unter anderem Puts auf die Tesla-Aktie im Portfolio. Der Wert dieser Verkaufsoptionen steigt, wenn die Kurs fallen. Die Rechnung von Burry scheint bislang aufzugehen: seit Jahresbeginn hat die Tesla-Aktie um 20 Prozent nachgegeben.

Die Puts sind die größte Position in seinem Portfolio. Per Ende März, als die Tesla-Aktie bei 667,93 $ notierte, war die Put-Position 534.411 Dollar wert. Das geht aus den Unterlagen an die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC hervor, die Unternehmen regelmäßig veröffentlichen müssen, wenn sie mehr als 100 Millionen verwalten. Burry besitzt Verkaufsoptionen auf 800.100 Aktien, die seit Ende März noch weiter im Wert geklettert sind, denn Tesla fiel seither von 667,93 Dollar auf rund 560 Dollar.

Was Burry sonst noch im Portfolio hat

Die Meldung an die Aufsichtsbehörde offenbart aber noch mehr: Mehrere Calls und Puts, mit denen Burry auf steigende Zinsen spekuliert. Zudem aber auch große Call-Positionen auf Facebook und Google (Alphabet). Die Kaufoptionen auf die beiden Technologieaktien standen per Ende März jeweils mit mehr als 160.000 Dollar in den Büchern. Ebenso Aktien oder Kaufoptionen im fünfstelligen Bereich auf die Pharmakette CVS, den Lebensmittelkonzern Kraft Heinz oder den Datenspeicherspezialisten NetApp.

Noch größer sind die Positionen, mit denen Michael Burry auf höhere US-Zinsen spekuliert: allein 171.534 Dollar sind es beim Put auf einen ETF, der mit langlaufenden US-Staatsanleihen bestückt ist. Hinzu kommen weitere Calls, die wiederum auf Papiere setzen, die auf fallende Anleihenkurse zielen. Sinkende Anleihenotierungen reflektieren die Erwartung steigender Zinsen, da die Anleihekurse fallen, wenn die Renditen klettern.

 

Foto: davidvives90/pixabay

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