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Zu Risiken und Nebenwirkungen ….

So langsam wird das Thema Beipackzettel für Finanzprodukte lästig. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner will dieses Produktinformationsblatt – die Banken und deren Verbände sind also gefordert. Beständig hört und liest man darüber und jetzt flattert schon wieder ein neues Muster auf den Tisch. Auch der Deutsche Derivate Verband (DDV) hat nun zu den bereits existierenden Vorschlägen noch eine Version für Derivate vorgelegt. Die Informationen für Anleger sind hier viel umfangreicher als bei den bisherigen Vorlagen. Doch genau dafür ernten die Derivateprofis Kritik: Nils Nauhauser, von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Zweifel, ob der Privatanleger das Produkt wirklich verstehe, wenn er diesen Beipackzettel dazu gelesen habe.

„Ein großer Kritikpunkt ist auch die Risikoklassifizierung, die hier mal wieder – analog der Beratungspraxis in der Anlageberatung – anhand des weit verbreiteten Schubladensystems erfolgt. Wobei immer offen bleibt, wie hoch der Verlust in jeder Schublade denn maximal sein könnte“, erklärt Nauhauser. Doch eine saubere Klassifizierung ist leichter gefordert als getan. Im Ernstfall beträgt der Verlust immer 100 Prozent – egal über welches Investment wir sprechen. Rating und Risikoklassifizierung geben dem Anleger aber einen Hinweis, wie hoch das Investment- sowie das Produktrisiko ist. Letztendlich ist der Beipackzettel genau die Information, die der Anleger verstehen und im Zweifelsfall mit seinem Bankberater diskutieren muss. Ich plädiere daher lieber für mehr Information als zu wenig.

Wichtig sind jetzt aber nicht unzählige Vorschläge für Beipackzettel. Es ist Zeit, dass sich alle Verbände an einen Tisch setzen und sich auf einen einheitlichen Standard für das Produktinformationsblatt einigen. Neben DDV hat der Bundesverband der Banken (BdB) eine eigene Vorlage geliefert. Die Verbände von Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben sich zum Glück schon mal an einen Tisch gesetzt und gemeinsam ein Papier erarbeitet. Jetzt müssen sich alle nur noch auf einen einheitlichen Standard einigen. Das dürfte allerdings der schwierigste Part sein.

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