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Jetzt zeigt sich der Vorteil internationaler Streuung

Ging es Ihnen in letzter Zeit so ähnlich wie mir? Da wundere ich mich immer öfter, warum die eine oder andere meiner ausländischen Aktien so prima läuft. Aber meine Recherchen, ob ein besonderer Grund dafür vorliegt, ergeben meistens nichts besonderes. Die gute Performance verdanken die Auslandstitel überwiegend Währungsgewinnen. Internationale Streuung zahlt sich also gerade jetzt aus.

In der Vergangenheit war es ja oft so, dass ein starker Euro die Kursgewinne amerikanischer oder asiatischer Aktien teilweise zunicht gemacht hat. Aber seit der Eurokrise ist alles ganz anders. In den letzten zwölf Monaten hat die geplagte Gemeinschaftswährung gegenüber den meisten wichtigen Anlagewährungen rund 15 Prozent verloren – entsprechend sind die in Dollar, Pfund, Yen oder in vielen Währungen von Emerging Markets notierten Aktien in Euro umgerechnet um so viel mehr wert geworden.

Leider haben die meisten deutschen Anleger nicht viel von diesem positiven Effekt. Denn nach diversen Untersuchungen besteht deren typisches Depot zu 75 bis 90 Prozent aus heimischen Dividendentiteln. Klar, DAX und Co. haben sich zwar überdurchschnittlich gut geschlagen, wenn man allein die Indizes betrachtet – aber rechnet man die Devisenkursveränderungen mit ein, sieht das Bild schon viel anders aus.

Da angesichts der Wirren in Euroland das Risiko weiterer Euro-Verluste groß ist, sollten Anleger den Anteil ausländischer Aktien im Depot allmählich erhöhen – natürlich vorwiegend mit Dividendenwerten von außerhalb des Euro-Hoheitsgebiets. Das kann sich sich nicht nur kurzfristig auszahlen, sondern ist vor allem langfristig unverzichtbar. Denn in der Vergangenheit hat es sich klar gezeigt: Ein weltweit breit diversifiziertes Portfolio beschert den Anlegern auf Dauer sowohl einen höheren Ertrag als auch ein geringeres Risiko als bei einer einseitigen Konzentration aufs Heimatland. Der so genannte Home Bias kostet also langfristig Rendite und Sicherheit.

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