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Der große Unterschied – Männer und Frauen ticken anders bei der Geldanlage

Echt bedauerlich, wenn Geschlechter-Klischees zutreffen, aber beim Thema Geldanlage ist das leider noch immer der Fall, wie eine aktuelle Studie der Consorsbank zeigt. Die gute Nachricht für Frauen: Ihre Depots verhalten sich stabiler, vor allem in Krisenzeiten.

Wenn es um das Thema Geldanlage geht, verhalten sich Frauen und Männer noch immer unterschiedlich. Während Männner deutlich stärker als Frauen auf Wertpaiere setzen, bevorzugen Frauen typischerweise vermehrt Tagesgeldkonten als Männer. Das zeigt eine neue Analyse der Consorsbank, für die Konten und Depots von 1,5 Millionen Kunden anonymisiert ausgewertet wurden.

So liegt 69,2 Prozent des von Männern bei der Bank angelegten Vermögens in Wertpapierdepots, bei den Frauen sind es dagegen nur 56,0 Prozent. Frauen sind dagegen beim Tagesgeld deutlich überrepräsentiert: Frauen stellen zwar nur knapp jeden dritten Kunden der Bank, doch sie halten insgesamt 43,3 Prozent der Tagesgeldkonten, in der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen sind es sogar mehr als 50 Prozent. Und wenn Frauen zu Wertpapieren greifen, dann investieren Frauen stärker sicherheitsorientiert.

Unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung ist genau das aber eine gute Nachricht, denn Frauen setzen stärker als Männer auf breit streuende Fonds und ETFs, Manner hingegen setzen stärker auf Einzelaktien, gehen damit höhere Risiken ein und traden viel häufiger hin und her – doppelt so häufig wie Frauen. Damit sind sie aber nicht erfolgreicher.

Daher gibt auch gute Nachrichten fürs weibliche Geschlecht: Mit ihrer defensiveren Wertpapier-Strategie fahren sie kaum schlechter als die Männer: Über die drei Jahre vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2019 hinweg erzielten die handelsfreudigen Männer mit ihren Depots eine Performance von 16,2 Prozent. Bei den Frauen waren es 15,5 Prozent. Dabei entwickelten sich die „Männerdepots“ deutlich volatiler als die Portfolios der Frauen: In guten Börsenzeiten erzielten die Männer daher überproportional hohe Gewinne, doch in Bärenmärkten wie im vierten Quartal 2018 verloren sie daher deutlicher.

Im Vergleich ist die Entwicklung der „Frauendepots“ ausgeglichener. „Frauen und Männer können bei der Geldanlage einiges voneinander lernen, um in guten wie in schlechten Marktphasen optimale Erfolge zu erzielen“, lautet das Fazit von Sven Deglow, CEO der Consorsbank. „Frauen könnten mehr Mut entwickeln und stärker die Chancen von Wertpapieren für sich nutzen, anstatt viel Geld auf aktuell niedrig verzinsten Tagesgeldkonten aufzubewahren. Männern tun dagegen ein wenig mehr Ruhe und Konstanz bei den Anlageentscheidungen gut. Und auch mit etwas weniger Mut zum Risiko kann Geldanlage erfolgreich sein.“

Leider keine Überraschung ist, dass Kundinnen bei der Consorsbank
weniger Vermögen verwalten als ihre männlichen Pendants. 36.000 Euro
liegen durchschnittlich in einem „Frauendepot“. Männer dagegen
investieren deutlich mehr in Wertpapiere. Ihr Depotvolumen liegt im
Schnitt bei 53.000 Euro, ist also rund 47 Prozent höher als das der
Frauen.

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