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Treibstoff für den Aktienaufschwung

Die Schlagzeilen gehören meistens den negativen Überraschungen: Microsoft und McDonalds zum Beispiel haben im zweiten Vierteljahr bei den Unternehmensgewinnen schwer enttäuscht. Das verdeckt jedoch, dass die Quartalszahlen in den USA bisher viel besser als erwartet ausgefallen sind. Und das lässt die Kurse weiter klettern – nicht nur an der Wall Street.

Rund ein Viertel aller im S&P500-Aktienindex enthaltenen Unternehmen haben ihre Daten schon vorgelegt – und laut Bloomberg haben 72 Prozent davon die Erwartungen der Analysten übertroffen, zum Teil deutlich. Ein Spitzenwert, der die Sorgen vor einer enttäuschenden amerikanischen Quartalssaison umgehend vertrieben hat. Die Analysten hatten in den letzten Wochen ihre Gewinnschätzungen Stück für Stück nach unten revidiert – so dass es jetzt auf niedrigerer Basis natürlich einfacher ist, die Erwartungen zu übertreffen als es noch im Mai gewesen wäre. Positiv ist vor allem, dass die meisten Unternehmenslenker ihren Ausblick in einem optimistischeren Ton gehalten haben als der Markt angenommen hatte. Aber nicht so euphorisch, dass sofort wieder die Angst vor einem Bremsmanöver der US-Notenbank aufkommen könnte.

Das lässt hoffen, dass es in Deutschland und Europa, wo die Berichtssaison erst allmählich anrollt, ähnlich laufen wird. Auch hier zu Lande haben die Analysten die Ergebnisprognosen zuletzt immer weiter gesenkt – so dass ebenfalls genügend Platz für positive Überraschungen vorhanden ist. Trotz der sehr viel schwächeren Konjunktur als in den USA.

Die Unternehmenergebnisse in den USA sind aber natürlich für die internationalen Börsen viel wichtiger. Da die größte Wirtschaftsnation der Welt zurzeit von allen Regionen konjunkturell am besten dasteht und die einzige zugkräftige Aufschwungslok ist, gibt sie wieder einmal die Tendenz an den Aktienmärkten vor. Die guten Quartalszahlen dort und der positive Ausblick sind deshalb nicht nur für US-Aktien, sondern für die Börsen weltweit Treibstoff für weitere Kursgewinne. Vor allem dann, wenn die Konjunktur-Nachzügler in Europa und Asien, die üblicherweise mit zeitlichem Abstand von den USA mitgezogen werden, bei ihren Unternehmensgewinnen nicht zu sehr enttäuschen.

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