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Die Inflation ist angekommen – am Immobilienmarkt

Wir wohnen in einem netten Wohngebiet am Stadtrand von München. Schön, aber sicher keine 1a Lage. Nun wird hier ein neues Appartmenthaus gebaut und aus Neugier haben wir am Wochenende den Verkaufcontainer besucht. Und sind fast aus allen Wolken gefallen: Zwischen 7000 und 9000 Euro kosten die Wohnungen je Quadratmeter, die 300 qm Dachgeschoss Wohnung soll für fast 3 Millionen Euro verkauft werden. Das sind Preise, die in unserer Gegend noch nie verlangt wurden. Doch der Andrang potentieller Käufer war groß. Stecken wir bereits in einer Immobilienblase?

Die USA und Spanien haben eines gemein: Vor ihrer jeweiligen Wirtschaftskrise boomte der Immobilienmarkt, und das Zusammenbrechen der Preise für Wohnungen und Häuser brachte die gesamte Wirtschaft ins Wanken. Deutschland war da besser dran: Keine hohen Preissteigerungen vor der Finanzkrise halfen, einen halbwegs stabilen Markt in der Krise zu halten.

Doch in den vergangenen Jahren wurden Immobilien hierzulande immer attraktiver. Eine vernünftige Alternative zur Geldanlage, weil die klassischen Zinsprodukte und Aktien unrentabel oder unsicher waren. Und die historischen Niedrigzinsen verleitete viele zum Handeln. Wer vorher zur Miete wohnte und ein bisschen Eigenkapital mitbrachte, konnte jetzt für die Eigennutzung kaufen, ohne dass die Hypotheken wesentliche zusätzliche Ausgaben im Vergleich zur Miete verursachten.

Und eine aktuelle Umfrage von Forsa im Auftrag der
comdirect zeigt: 48% der Deutschen gehen davon aus, das die starke Nachfrage nach
Investitionsobjekten und Wohneigentum zu höheren Immobilienpreisen
führen wird. Eine Immobilienblase mag das Institut der Deutschen Wirtschaft aber aus mehreren Gründen in den Preissteigerungen nicht sehen. Unter anderem, weil ja die Mietsteigerungen mit den Immobilienpreisen Schritt halten.

Für mich heißt das aber vor allem eines: Am Immobilienmarkt ist die Inflation bereits angekommen. Und es ist absehbar, dass sie sich von dort den Weg in die anderen Wirtschaftsbereiche bahnen wird, sobald die Weltkonjunktur wieder etwas runder läuft. Sachwerte sind also sicher eine gute Idee. Es müssen ja nicht unbedingt Immobilien sein. Aktien bieten einen genauso guten Inflationsschutz – und die haben bisher noch keinen Preisboom erlebt.

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1Kommentar
  1. Die wirtschaftliche Krise geworden ist in Europa, vor allem in den Ländern des Südens. In Deutschland ist die Lage noch gut, aber wird man nicht vergiftet werden

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