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Die EU verrechnet sich

Die Bürokraten verstehen die Märkte mal wieder nicht. Vergangene Woche hatte sich EU-Kommissionschef José Manuel Barroso in einem Schreiben an EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ausgesprochen. Im Markt kursieren Zahlen von rund 200 Milliarden Euro, die Brüssel damit einnehmen will.

Siegen Gier und Hoffnung, damit die magere Kassenlage zu verbessern, hier über den Verstand? Die Rechnung wird am Ende nicht aufgehen. Die Akteure an den Märkten waren schon immer spitzfindig genug, um derartige Regeln zu umgehen. Sie würden zum großen Teil Schlupflöcher finden und beispielsweise neue Firmen im Ausland gründen. Dem Finanzplatz Europa wäre damit keineswegs geholfen und unter dem Strich könnten die Erträge sogar geringer ausfallen. Wandern nämlich die Banken ins Ausland ab oder wickeln mehr Geschäfte über ausländische Tochterfirmen ab, ist am Ende keinem gedient. Allenfalls ein paar Juristen und Beratern, die daraus Kapital schlagen.

Auf internationaler Ebene ist das Thema, das seit dem Ausbruch der Finanzkrise immer wieder diskutiert wird, bereits durchgefallen. Es dürfte auch bei einem erneuten Vorstoß Brüssels wenig Gehör finden. Vielleicht sitzen außerhalb der EU doch mehr Realisten.

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