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Welche deutsche Autoaktien allen davon fahren

Die Autoaktien waren im bisherigen Jahresverlauf die Stars im DAX. Die Dynamik wird zwar abnehmen; aber sie dürften weiter zu den Spitzenreitern zählen. Denn sowohl die fundamentale als auch die technische Situation von BMW, Daimler und Volkswagen sieht gut aus.

Die Kurziele, die wir vor genau einem halben Jahr in unserem Blog den drei Autowerten zugebilligt hatten, sind inzwischen erreicht – wie bei Daimler – oder übertroffen wie bei BMW und Volkswagen. Vor allem BMW hat sich weitaus besser entwickelt als erwartet und ist bisher mit plus 48 Prozent klarer Jahresgewinner im DAX. VW bringen es auf 36 und Daimler auf 29 Prozent Gewinn. Und das, obwohl der DAX insgesamt in dieser Zeit nur um gut vier Prozent zugelegt hat.

Der Kursspurt der Autotitel ist dem glänzenden Geschäft der deutschen Hersteller zu verdanken. Sie haben vor allem im Export ein rasantes Tempo erreicht – mit einem Plus von knapp 41 Prozent im ersten Halbjahr. Dass die schnelle Fahrt nicht so bald endet, dafür bürgen die steigenden Auftragseingänge. Im Juni lagen sie für die deutsche Autoindustrie um stolze 50 Prozent über dem Niveau vom Tiefpunkt Anfang 2009. Vor allem die Erfolge in China und anderen Emerging Markets sind beeindruckend. Jetzt zahlen sich hohe Produktivität, hervorragendes Markenimage und natürlich auch der schwache Euro (insbesondere gegenüber dem Yen) aus. Die Gewinnzuwächse dürften deshalb 2010 und 2011 stärker ausfallen als es der Konsens der Analysten erwartet.

In der Reihenfolge der Aktien könnten sich jedoch Veränderungen ergeben. BMW glänzt zwar dank des Runs nach der neuen 5er Serie und dem Boom in Asien fundamental mit einem 2011er KGV von knapp zehn immer noch – aber zwischen 50 und 55 Euro bildet das 2007er-Hoch aus charttechnischer Sicht einen erheblichen Widerstand, der nicht auf Anhieb überwunden werden dürfte. Aber nach den starken Gewinnen der letzten Monate wäre es nicht tragisch, wenn BMW einen Gang zurückschaltetn würde.

Mit einem ähnlich günstigen KGV wartet Daimler auf. Da das alte Hoch noch weit entfernt ist und nun auch der wichtige Nutzfahrzeugbereich allmählich auf Touren kommt, könnte Daimler BMW in nächster Zeit in der Performance überholen und ein Kursziel von rund 55 Euro anpeilen. Daimler dürfte auch deshalb stärker ins Blickfeld rücken, weil am Donnerstag die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge in Hannover beginnt. Dort werden vermutlich zuversichtliche Töne für die Branche insgesamt und für den LKW-Bereich von Daimer angeschlagen.

Bleiben noch Volkswagen Vorzüge. Die Wolfsburger profitieren von ihrer Mehrmarkenstrategie, dem anhaltenden Boom bei der schönen Tochter Audi und der starken Stellung in den Wachstumsmärkten Asien und Lateinamerika. Zudem dürfte VW von einer Verbesserung des Konsumklimas in Deutschland besonders begünstigt werden. Das alles wird sich erst 2011 so richtig auf das Ergebnis auswirken, das bei Volkswagen deutlich schneller zulegen dürfte als bei den beiden schon sehr gut verdienenden deutschen DAX-Konkurrenten. Ein Kursziel von deutlich über 100 Euro ist deshalb mittelfristig nicht zu hoch, wobei jedoch zuvor bei den „magischen“ 100 Euro eine längere Konsolidierung durchaus normal wäre.

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