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Startschuss für die Freihandelszone USA-EU

Europa scheint in der Krise zu sein, die Institutionen schwach, die Wirtschaft lahm. Doch nun soll alles ganz von alleine und ohne Einsatz von mehr Kapital besser werden. Die USA und die EU werden ganz offiziell Verhandlungen über eine gemeinsame Freihandelszone aufnehmen. Und hoffen auf Wachstum und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantik.

Das zumindest prognostizieren nicht nur die öffentlichen Stellen, sondern auch eine Studie des ifo Insitutes und der Bertelsmann-Stiftung. Für Deutschland zum Beispiel errechneten die Wissenschaftler 180 000 neue Jobs und langfristig 4,7 Prozent mehr Wachstum. Im Schnitt könnte die Wirtschaft der EU um fünf Prozent zulegen. Zu den größten Gewinnern gehörten demnach Spanien, Irland und Großbritannien. Starten soll die weltgrößte Freihandelszone 2015.

Das klingt zu schön um wahr zu sein. Doch bevor alle in Jubel ausbrechen können, ist noch ein langer Weg zu gehen: Bereits vor Aufnahme der Verhandlungen gab Frankreich einen Vorgeschmack darauf, wie stur nationale Interessen verteidigt werden: Einen freien Handel mit Musik und Filmen verhinderte die Grande Nation, weil sie ihre Kulturförderung nicht aufgeben will. Es gibt also genug Fallstricke, die das Projekt zumindest zu verzögern oder zu schwächen.

Und natürlich gibt es auch Verlierer – nämlich all die Länder, die bisher enge Handelsbeziehungen mit den USA und Europa pflegten, dann aber außen vor bleiben: Kanada und Mexiko werden genau so genannt wie die osteuropäischen Staaten und Nordafrika. Sie alle zu integrieren muss dann der nächste Schritt sein.

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