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NAFTA heißt jetzt USMCA

Das Freihandelsabkommen ist tot, es lebe das Freihandelsabkommen. Das in etwas ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen den USA und Kanada, die heute Nacht abgeschlossen wurden. Die Wirtschaft dürfte erleichtert sein.

Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Mexiko, Kanada und den USA sind eng, denn immerhin sind sie über die Freihandelszone NAFTA verbunden. „Dem schlechtesten Deal aller Zeiten“ wie Donald Trump meinte. Er drohte damit, NAFTA ersatzlos zu kündigen, wenn bis Ende September – also gestern um Mitternacht – kein besserer Deal für die USA ausgehandelt sein sollte.

In letzter Minute ist das nun gelungen. Weitgehend gelten aber weiter die Regeln, die sich NAFTA gegeben hat. Lediglich zwei US-Branchen dürften von der Neuordung profitierten: Die Milchwirtschaft, die nun mehr nach Kanada importieren darf und die Autoindustrie, wo ein höherer Wertschöpfungsanteil in den USA bleiben sollen, mithilfe von komplizierten Zolltarifen und Lohnstandards. Hier war es vor allem Mexiko, das den US-Unterhändlern bereits im August entgegengekommen ist.

Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Regeln dürften aber überschaubar bleiben. Für Donald Trump wird aber wohl etwas anderes viel, viel wichtiger sein: Das Abkommen bekommt einen neuen Namen: USMCA (United States-Mexico-Canada-Agreement). Das ist zwar unaussprechlich, aber neu und Trump kann USMCA daher nun als „besten Deal aller Zeiten“ preisen, obwohl es eigentlich NAFTA 2.0 ist. Aber immerhin ist Wahlkampf in den USA.

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