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Indexzertifikate – das Geburtstagskind blieb lange im Verborgenen

Wussten Sie, dass Indexzertifikate in diesem Jahr 20. Geburtstag feiern? Sie wurden still und heimlich erstmals 1990 emittiert. Trotz der mageren Bekanntheit des Papiers bis Mitte der 90er Jahre haben in der jüngsten Umfrage „Trend des Monats“ des Deutschen Derivate Verbands (DDV) tatsächlich mehr als zehn Prozent der Befragten angegeben, sie hätten Indexzertifikate schon zwischen 1990 und 1995 gekauft. An sich war die Innovation nicht für Privatanleger gemacht. Der DAX-Partizipationsschein, das erste Indexzertifikat in Deutschland, war für professionelle Anleger gedacht. Privatanlegern wurde das Papier vom Emittenten nicht angeboten.
Aufgrund der Börsennotierung konnte es aber jedermann kaufen. Wirklich entdeckt wurde die geniale Erfindung erst Mitte der neunziger Jahre, als im Anlegermagazin BÖRSE ONLINE von mir ein ausführlicher Beitrag zu dem Thema erschien und auch andere Medien auf das geniale Produkt aufmerksam wurden. Denn es war einfach, kostengünstig und streute das Risiko wie ein Fonds, war aber weitaus gebührenfreundlicher. Die Vorteile überzeugten und da immer mehr Medien darüber berichteten, avancierten die Produkte bald zum Star. Einziges Handicap war die im Unterschied zu Fonds und Aktien begrenzte Laufzeit.

Die Bundesbank verbot damals unbegrenzt laufende Emissionen, wenn die Kursentwicklung an einen Index gekoppelt war. Das Indexierungsverbot wurde 1994 gelockert und Jahre später ganz gekippt. Um Ärger mit den Behörden zu vermeiden, hatte die erste Emittentin Dresdner Bank bei Auflage im Juni 1990 eine Laufzeit von fünf Jahren festgelegt – mit der Option, die Emission jeweils um fünf Jahre verlängern zu können. Zweimal wurde die Option ausgeübt. Das Papier blieb bis 2005 am Markt. In der Zwischenzeit war das Indexierungsverbot der Bundesbank gefallen und es wurden massenhaft unbegrenzt laufende Emissionen begeben – nicht nur so einfache wie Indexzertifikate.

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1Kommentar
  1. Der Artikel ist wirklich sehr interessant. Ich habe mit in jüngster Vergangenheit ebenfalls mit dieser Thematik, vor allem mit den Zertifkaten beschäftigt. Aufgrund ihrer Beschaffenheit, können Zertifikate eine günstige und renditestärke Alternative zu den herkömmlichen Möglichkeiten der Geldanlage darstellen. Je nach Risikotyp kann auf unterschiedliche Zertifikatarten zurück greifen. Dieser Vorteil macht sie vor allem im Bereich der Retail-Produkte sehr beliebt. Im Gegensatz zu anderen Produkten, hier vor allem Fonds, darf man jedoch auf gewisse Risiken nicht vergessen. Die grundsätzlichen Risiken sind maßgeblich vom Zertifikatetyp abhängig. Ein Risiko betrifft jedoch alle – das Emittentenrisiko. Wenn man sich dessen Risiko bewusst ist, können Zertifikate als sehr gutes sowie auch renditestarkes Anlageinstrument dienen.

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