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Deutsche Aktien bleiben attraktiv

Wer – sagen wir mal – am 25. März in Urlaub gefahren ist und bewusst keine Nachrichten gehört hat, mag sich verwundert die Augen reiben. So wie ich. Vor zwei Wochen stand der Dax knapp unter der Marke von 8000 Punkten und die Zypernkrise war gerade einmal abgewendet. Und heute: Steht er noch mal rund 200 Punkte niedriger. Ist die Party vorbei?

Nun: Jeder Partygänger braucht auch mal eine kurze Pause. Seit Mitte 2011 hat der deutsche Leitindex um stolze 3000 Punkte zugelegt. Und derzeit gibt es genügend Gründe, die Sache mit den Aktieninvestments einmal etwas langsamer angehen zu lassen oder Gewinne mitzunehmen. Denn erstens schwächelt die deutsche Konjunktur offensichtlich doch etwas stärker als erhofft. Heute kam die Nachricht, dass die Industrieproduktion stagniert und der Frühindikator EMI wieder unter die 50 Punkte Marke gefallen ist – ein Zeichen, dass die Wirtschaft eher im Rückwartsgang läuft.

Gleichzeitig gibt es international eine Menge Störfeuer. Die Drohungen aus Nordkorea, die neuen Euro-Turbulenzen nach dem Urteil des portugiesischen Verfassungsgerichtes, das einen wesentlichen Teil des dortigen Sparpaketes für verfassungswidrig erklärt. Steigende Zinsen in den Krisenländern, neue Ängste – kein Wunder, dass die Anleger nun wieder vorsichtiger agieren.

Doch auf längere Sicht haben sie so gut wie keine Wahl: An Aktien führt auch weiterhin kein Weg vorbei. Viele Zinsanlagen vernichten real eher Geld, als dass die welches schaffen, Immobilien sind in einem schnellen Tempo teuer geworden. Und Aktien? Das DAX-KGV steht immer noch bei moderaten 11,8. Da ist Luft für eine anständige Dividendenrendite, auch wenn die Gewinne etwas zurückgehen. Oder auch Luft für weitere Kurssteigerungen. Ich habe mich bei dem Blick auf die Kurstabellen daher eher gefreut. Denn zu jeder großen Party gehört eben auch einmal eine Pause – vielleicht sogar eine etwas längere. Dann hält man einfach länger durch.

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2 Kommentare
  1. Auf Cayman Islands liegen unversteuerte Gelder in Billionenhöhe. Das Steuersystem muss dieses "Phänomen" bekämpfen. Sonst werden die Börsenschwankungen immer grösser und die Zukunft immer instabiler.

  2. Sorry, aber es hat keine Auswirkungen auf die Börsenkurse, ob ein Anleger Geld versteuert hat oder nicht.

    Besser als immer gegen die Steueroasen vorzugehen wäre es wohl, wenn man die Steuerwüsten etwas grüner machen würde. Wärend die Steuersätze attraktiver (durch niedrigere Staatsausgaben), würden sich fleissige Leute (die Geld haben) nicht motiviert fühlen, dass sie ein Konto im Ausland haben oder überhaupt in ein anderes Land übersiedeln – viele Übersiedelungen von Frankreich nach Belgien waren etwa die Folge der angekündigten 75 %-Reichensteuer des sozialistischen Präsidenten in Frankreich. Wer will dann schon hart arbeiten, wenn er 3/4 des Geldes an den Staat abgeben will?

    Sorry, Frau Baur, dass die Kommentare eigentlich nicht direkt auf Ihren guten Artikel zur DAX-Entwicklung eingehen.

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