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200-Punkte-Absturz schockiert nicht

Alles rot. Blitzschnell stürzten
die Kurse gestern kurz vor zehn Uhr rasant ab. Knapp 200 Punkte Minus binnen
weniger Minuten. Schnell kursieren Gerüchte: Deutschland drohe eine
Ratingherabstufung. Andere begründen den Einbruch mit einem Raketeneinschlag in
Israel, wieder andere mit den schwachen Konjunkturdaten. Und nach dem Kursrutsch
des Goldpreises fürchten einige, jetzt seien die Aktien dran. Und am Schluss
waren die Algotrader schuld. Was stimmt denn nun?

Die Nachrichtenagentur
Reuters meldet, die Deutsche Börse habe „externe Ereignisse“ als Ursache für
den Kurssturz genannt. „Die Marktsteuerung der Deutschen Börse hat keine
Fehleingaben oder Computerfehler als Ursache festgestellt.“, heißt es bei
Reuters. Daher dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit einige Verkaufsorders bei
den Algotradern automatische Verkaufsprogramme ausgelöst haben, die dann eine
Kettenreaktion auslösten.

Das lässt Erinnerungen
an den Flash Crash vom 10. Mai 2010 wach werden, als der Dow Jones binnen weniger  Minuten um rund 1000 Punkte absackte. Ähnlich
rasant ging es im DAX zum Beispiel am 25. August 2011 bergab. Die Gründe damals
waren große Verkaufsorders von Investoren, auf die automatische
Verkaufsprogramme weitere Orders in den Markt spülten und die Kurse noch weiter
drückten. Das übliche Szenario also.

Was heißt das für den
Anleger? Sie müssen auch künftig mit kurzen schnellen Einbrüchen rechnen, doch 200 Punkte Minus
sind wenig dramatisch. Sie verdeutlichen die aktuell hohe Unsicherheit der
Marktteilnehmer, wenn der DAX Richtung 8000 Punkte marschiert. Und das dürfte
so bleiben. Daher wird es wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten immer mal wieder
etwas ruppiger an den Börsen zugehen. Die schnelle Beruhigung nach dem Absturz
signalisiert aber auch: Es ist ausreichend Liquidität vorhanden, die einen
Kursverfall stoppt.

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