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Steuer ETF und Fonds - Vorabpauschale 2021
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Wie hoch fällt die Vorabpauschale 2021 auf Fonds und ETF aus?

Sie halten in Ihrem Depot aktiv gemanagte Fonds oder ETF,  die ihre Erträge nicht ausschütten, sondern sofort wieder anlegen – also thesaurieren, wie das in der Fachsprache heißt? Dann haben Sie vermutlich schon Bekanntschaft mit dem Begriff der Vorabpauschale gemacht. Sie dient als Basis für die Besteuerung dieser Art von Fonds oder ETF. Doch wie hoch fällt denn eigentlich die Vorabpauschale 2021 aus – und wie läuft das mit der Besteuerung?

Vorabpauschale 2021 wird nicht erhoben

Der Jahreswechsel ist auch für Anleger mit voll- oder teilthesaurierenden (also Erträge wiederanlegenden) Fonds und ETF immer wieder ein wichtiger Termin. Zur Auffrischung: Bei diesen Fonds müssen die Banken jährlich eine Vorabpauschale als fiktiven Ertrag errechnen. Die 25-prozentige Abgeltungsteuer wird dann am Anfang des Folgejahres auf die Vorabpauschale abgezogen. Vorausgesetzt, Sie als Anleger haben dann bereits ihren Freistellungsauftrag von 801 Euro ausgeschöpft. Fondssparer mit größerem investiertem Fondsvermögen sollten daher am Jahresbeginn für genügend Geld auf ihrem Verrechnungskonto  sorgen. Denn die Vorabpauschale gilt stets nach Ablauf eines Jahres als zugeflossen und wird dann besteuert. Liegt zu wenig Geld auf dem Verrechnungskonto, wird womöglich der Dispokredit in Anspruch genommen.

Geschaffen wurde die Vorabpauschale mit der Fondssteuererform 2018, damit der Fiskus auch bei nicht-auschüttenden Fonds einen Anteil an deren Erträgen kassieren kann. Doch für das Jahr 2021 geht diese Hoffnung des Fiskus nicht auf. Denn die Vorabpauschale 2021 wird nicht erhoben, wie das Bundesfinanzministerium gerade mitgeteilt hat. Und das war absehbar. Doch woran liegt das?

Vorabpauschale soll Anlegern das Leben einfacher machen

Die Höhe der Vorabpauschale ist im Sinkflug, seit es sie gibt  –  ebenso so wie das Zinsniveau. Daran ist die Vorabpauschale nämlich gekoppelt. Für 2018 betrug die Vorabpauschale noch 0,609 Prozent, für 2019 schon nur noch 0,364 Prozent, für 2020 sogar nur magere 0,049 Prozent. Denn der Basiszins, der für ihre Berechnung relevant ist, ist im Laufe der Zeit immer weiter ins Minus gerutscht. Im vergangenen Jahr gab es gerade einmal ein halbes Dutzend Tage, an denen der Referenzzins der Bundesbank, der für die Berechnung maßgeblich ist, positiv war. Der entscheidende Stichtag für die Vorabpauschale 2021 war nun der 4. Januar 2021. An diesem Tag lag der Zins bei -0,45 Prozent. Da die Vorabpauschale 2021 aber nicht negativ werden darf, beträgt sie daher gleich Null. Eine gute Nachricht also für die Anleger, die Anfang 2022 folglich nichts abgezogen bekommen.

Zur Erinnerung: 2018 wurde die Fondsbesteuerung in Deutschland geändert – und in diesem Zusammenhang wurde die Vorabpauschale eingeführt. Sie macht Anlegern mit Depot im Inland das Leben leichter. Denn sie bekommen nun automatisch am Beginn eines neuen Jahres Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale abgezogen. Früher mussten sie umständlich Jahr für Jahr die Erträge von thesaurierenden Fonds in ihrer Steuererklärung angeben.

Wer es genau wissen will, wie sich die Vorabpauschale genau berechnet, findet dazu Infos hier bei uns im Blog, Details regelt Paragraph 18 des Investmentsteuergesetzes. Details zu Fondsbesteuerung finden Sie auch in unseren Büchern „Anlegen mit ETF“ und „Die Finanztest-Strategie.

Foto: angelolucas /pixabay

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