Unser Blog zu Geldanlage, Börse und ETF

Home » Unser Blog zu Geldanlage, Börse und ETF » Gold & Rohstoffe » Warren Buffets Einstieg bei Barrick Gold – ein gutes oder schlechtes Zeichen?

Warren Buffets Einstieg bei Barrick Gold – ein gutes oder schlechtes Zeichen?

Die Überraschung ist Warren Buffett gelungen. Er, die nie ein Hehl über seine Abneigung gegen Gold als Anlagevehikel gemacht hat, ist beim Goldproduzenten Barrick Gold eingestiegen. Oft heißt es ja, wenn die ärgsten Pessimisten zu Optimisten werden, ist es Zeit auszusteigen. Stimmt das auch hier?

Buffetts Kauf stützt den Goldpreis

Bisher zumindest nicht. Der Kauf von knapp 21 Millionen Barrick-Aktien durch Buffetts Holding Berskshire Heathaway hat die Konsolidierung des Goldpreises nach dem erstmaligen Überspringen der 2000-Dollar-Marke beendet und die Notierungen, die kurzzeitig unter 1900 Dollar gefallen waren, heute wieder über die 2000-Dollar-Barriere gehievt. Viele Anleger folgen nun einmal gern den Entscheidungen des „Orakels von Omaha“, weil sie sich auf seine Spürnase verlassen.

Buffett gilt ja als Prototyp des Value-Investors, der gerne unterbewertete Assets kauft. Aktuell ist Barrick Gold sicherlich nicht unterbewertet. Mit einem KGV von knapp 30 und einer Dividendenrendite von einem Prozent wirkt die Aktie auf den ersten Blick recht teuer. Aber bei Minenaktien ist teuer immer relativ. Denn der Gewinnhebel ist enorm hoch, sobald der Goldpreis die Produktionskosten überschritten hat. 100 Dollar Goldpreis mehr oder weniger macht deshalb bei den Gewinnen eine Menge aus.

Gute Gründe für Barrick Gold

Buffett rechnet also mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises, so wie viele andere Marktteilnehmer auch. Für den wachsenden Goldhunger gibt es gleich mehrere Gründe:Stark gefallene Zinsen in den USA, eine enorme Ausweitung des Geldumlaufs weltweit, eine galoppierende Zunahme der Statsverschuldung in Sphären, die vorher kaum jemand für möglich gehalten hat und der daraus resultierenden Befürchtung, dies müsse früher oder später zu Inflation führen. Und nicht zuletzt schiebt der schwache Dollar den Goldpreis an.

Das alles spricht dafür, dass diesmal der Spruch nicht gilt, dass Anleger aussteigen sollten, wenn frühere Pessimisten einsteigen. Der Goldpreis und mit ihm die Goldminenaktien werden zwar auch von spekulativen Elementen befeuert, aber der Haupttreiber ist doch, dass Großanleger wie Warren Buffett das edle Metall entdeckt oder wieder entdeckt haben. Und die agieren in der Regel nicht spekulativ, sondern haben einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont.

Foto: PublicDomainPictures/pixabay.com

Weitere Beiträge
Schlagwörter:
GoldminenGoldpreis

0 Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hinweis zum Datenschutz

Themen

Archiv

Autoren

Blog abonnieren

Unsere Bücher

Alle Bücher

Unser Team