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PayPal stehen harte Zeiten bevor

Ebay spaltet PayPal ab, die Börse jubelt. Keine Frage: Die Entscheidung ist nicht nur richtig, sie ist überfällig. An der Börse werden bereits potenzielle Kaufinteressenten gehandelt, doch welche Zukunft hat PayPal?

PayPal gilt ganz klar als der zukunftsträchtigere Teil im Konzern. Der Marktwert
der eBay-Tochter wird auf rund 30 bis 40 Milliarden Dollar, im Top sogar auf 50
Milliarden Dollar, geschätzt. Im Vergleich: eBay wird an der Börse mit
knapp 70 Milliarden Dollar bewertet. Der etablierte Bezahldienst, der neben eBay in
San Jose residiert, würde gut ins Portfolio von Google passen. Auf einen Schlag könnte die Datenkrake aus dem benachbarten Mountain
View im Geschäft mit Onlinebezahldiensten Fuß fassen, da der eigene
Versuch ‚Google Wallet‘ zu etablieren, nicht zündet.

Doch PayPal kann sich nicht zurücklehnen und auf bestehende Strukturen
verlassen, der Bezahldienst muss seine Marktposition
weiter ausbauen, in neue Marktsegmente vordringen und weitere Nutzerschichten erobern. Sonst droht ihm das Schicksal vieler ehemaliger Hoffnungsträger.
Adressen wie Yahoo oder AOL waren einst die Stars der Szene, wurden aber schnell
von Newcomern auf die hinteren Ränge verwiesen und schafften es trotz vieler
Versuche nicht, an die alten Erfolge anknüpfen.

Besorgniserregend dürfte für PayPal ein aktueller Berichtvon Bloomberg sein: Die Nachrichtenagentur meldet, dass junge Nutzer PayPal
ignorieren. Zwar lässt sich mit dem zahlungskräftigen älteren Klientel gutes
Geld verdienen, doch wenn die nächste Generation bevorzugt auf Modelle wie Apple
Pay setzt, das im Hintergrund mit Kreditkartengesellschaften arbeitet, fehlt die Wachstumsphantasie für PayPal.

Die eBay-Tochter bietet zwar ebenfalls eine App
für sicheres Bezahlen, doch noch ist die Akzeptanz begrenzt. Zum einen muss die App erst installiert werden, während Apple seinen Bezahldienst auf den neuen bereits vorinstalliert hat. Zum anderen wird das Geld sofort auf dem Kundenkonto
belastet. Zweifel, ob sich das durchsetzt, sind berechtigt – zumindest im Heimatmarkt
USA, dem Land der Kreditkarten. Daher dürfte Apple Pay zur großen Gefahr für
PayPal werden.

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