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Fernsehtipp für die Osterferien – Das Milliardenversprechen

 

Gisela Baur, Baronin Ariane des Rothschild, Warren Buffett und Ralph Gladitz in Omaha (von links)
Im Juni 2010 riefen der Investment-Unternehmer Warren
Buffett und Microsoft-Gründer Bill Gates die Initiative „The Giving
Pledge“ (zu Deutsch etwa „Das Versprechen, etwas zu geben“) ins Leben.
Die Mitglieder erklären sich bereit, mindestens 50 Prozent
ihres Vermögens wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen. Der
Dokumentarfilm lässt einige der edlen Spender über ihre Motivation und
ihren persönlichen Anspruch berichten. Zu Wort kommen aber auch
Menschen, die die Freiwilligkeit dieser Aktion kritisieren. Sie sind der
Meinung, dass Milliardäre in der Pflicht stehen, den Benachteiligten
der Gesellschaft zu helfen.

Die Finanzjournalisten machen Urlaub und sind am 16. April wieder zurück


 Dreharbeiten auf Schloss Pregny bei Genf, Sitz der Familie Rothschild

Warren Buffett und Bill Gates sind zwei der
reichsten Männer der Welt. Der Investment-Unternehmer und der
Microsoft-Gründer starteten im Juni 2010 eine ungewöhnliche Kampagne.
Sie gaben bekannt, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke
spenden zu wollen. Rund 70 US-Milliardäre haben sich ihnen mittlerweile
angeschlossen. Seitdem ist weltweit eine Diskussion über Fluch und Segen
des geschenkten Geldes entbrannt. Denn ihre Initiative trifft auf eine
Öffentlichkeit, die dem Kapitalismus zunehmend skeptisch gegenübersteht.

Warren Buffett

Banken gehen pleite oder können nur mit Steuergeldern gerettet
werden. Ganze Staaten stehen vor dem finanziellen Kollaps.
Hunderttausende demonstrieren weltweit gegen die Macht der Wirtschaft.
Reicht es da, wenn einige Reiche einen Teil ihres Geldes nach ihrem
eigenen persönlichen Verständnis spenden wollen? Welche Motivation ist
hinter dem Spendenversprechen? Welcher Verantwortung wollen die
Milliardäre gerecht werden?

Bill Gates

Die Filmemacher Gisela Baur und Ralph
Gladitz begleiteten 18 Monate lang den Multimilliardär Warren Buffett,
erforschten seine Beweggründe und sprachen mit Befürwortern und Gegnern
seiner Initiative. So kommen neben dem Ehepaar Bill und Melinda Gates
die Baronin Ariane de Rothschild, der Karstadt-Retter Nicolas Berggruen,
der Software-Milliardär und Mäzen Hasso Plattner sowie der Reeder Peter
Krämer zu Wort. Außerdem äußern sich Anhänger der weltweiten
Occupy-Bewegung, die ohnehin der Meinung sind, dass Zurückgeben allein
nicht genug sei. Entlang Warren Buffetts Initiative „The Giving Pledge“
(zu Deutsch etwa „Das Versprechen, etwas zu geben“) entfacht sich eine
Auseinandersetzung über Chancen und Grenzen der Philanthropie in einem
kapitalistischen System und über die Verantwortung der Reichen gegenüber
der Gesellschaft.

Occupy in Boston
Hasso Plattner

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Warren Buffett
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