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Macquarie-Rückzug

Spätestens an Aschermittwoch hätten wir uns eine klare Aussage gewünscht, wie es mit dem Zertifikategeschäft von Macquarie weitergeht. Doch die Emittentin hält sich mit klaren Terminen zurück, wann eine finale Entscheidung getroffen wird. Bislang müssen sich die Anleger damit begnügen, was die Macquarie-Sprecherin bei den Recherchen für meinen  FTD-Beitrag sagte: „Aufgrund des ungünstigen Marktumfelds überprüfen wir die Optionen für das in Frankfurt beheimatete europäische Geschäft mit strukturierten Produkten, inklusive der Möglichkeit, das Geschäft aufzugeben“.

Dabei ist längst klar, dass es keine Neuemissionen mehr gibt und es jetzt mehr oder weniger nur noch um einen geordneten Rückzug geht. Doch so einfach ist das nicht: Viele Investoren achten nicht auf den Emittenten oder haben längst vergessen, dass sie Zertifikate von Macquarie oder Sal. Oppenheim (für diese Papiere hatte Macquarie bei der Übernahme 2010 eine Quotierungsverpflichtung übernommen) im Depot liegen haben. Daher muss die Emittentin weiter Preise stellen und kann nicht von heute auf morgen schließen.

Emissionen, die demnächst fällig sind, lohnt es auch meist nicht, zu veräußern. Der Rückzahlungswert ist fest definiert, weshalb sich Anleger wenig Sorgen machen müssen. Bei länger laufenden Zertifikaten sollten Investoren jedoch gut abwägen, ob sie die Papiere weiter halten wollen und unter Umständen sogar eine vorzeitige Rückzahlung des Emittenten riskieren, was zum Beispiel aus steuerlichen Gründen möglich ist.

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