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IPO: Interesse an Neuemissionen erwacht

Viele Neuemissionen lagen mit der Coronakrise und dem Crash am Aktienmarkt erst mal auf Eis. Doch jetzt wagen sich Börsenaspiranten mit ihren Plänen langsam wieder vor.

Für Neuemissionskandidaten schien die Coronakrise gleich in mehrfacher Hinsicht eine Katastrophe. Nicht nur die wirtschaftlichen Aussichten verschlechterten sich, mit dem Crash an den Aktienmärkten schwand auch das Interesse der Investoren. Und obendrein schien die Platzierung von Aktien unmöglich. Wie soll das gehen, wenn man nicht reisen kann? Eine Roadshow gehört ja bekanntlich zum Börsengang wie das Läuten der Glocke bei der Einführung der Aktie. Roadshows sind Reisen, bei denen professionellen Investoren das Unternehmen präsentiert wird, Doch inzwischen ist klar: Reisen sind zwar persönlicher, aber das Interesse der Investoren kann man auch via Videokonferenz wecken.

Und mit der Erholung der Märkte schwand auch die Nervosität der Anleger. In den USA – und das lässt sich auch auf den deutschen Markt übertragen – gilt der Volatilitätsindex VIX als Maßstab, der Investmententscheidungen erleichtert. Bei einem Wert unter 30 Prozentpunkten sind die professionellen Investoren geneigt, Neuemissionen zu erwerben. Im Moment liegt das Barometer in den USA knapp darunter, das Pendant in Deutschland, der VDax-New notiert leicht darüber.

Die ersten Neuemissionen in Deutschland in diesem Jahr

International wagten sich zuletzt vor allem kleinere und mittlere Firmen aus dem Gesundheits- und Biotechsektor an die Börse, das Geschäft insgesamt war jedoch eher flau. In Deutschland war der Markt komplett verwaist bis sich diese Woche der Datenbankanbieter Exasol als erstes Unternehmen 2020 auf das Börsenparkett wagte. Die erfolgreiche Börseneinführung sollte Nachahmer locken.

Als große Platzierungen in Deutschland kündigte Siemens bereits den Börsengang der Energietochter für den Herbst an. Und auch in den USA kommt der Markt wieder richtig in Stimmung: Warner Music Group – die Stars wie Ed Sheeran, Madonna, Cardi B, Metallica oder Neil Young unter Vertrag haben – will Aktien im Wert von rund 1,7 Milliarden Dollar platzieren. Bekannte Namen wie Robinhood oder Airbnb wollen ebenfalls an die Börse. Sie hatten mitten in der Krise Finanzspritzen von Investoren erhalten und dürften es daher nicht ganz so eilig haben.

In den USA wollen 60 Firmen aufs Börsenparkett

Insgesamt haben in den USA 60 Firmen ihre Unterlagen bei der Aufsichtsbehörde eingereicht und planen den Börsengang für 2020, so die Daten des IPO-Spezialisten Renaissance Capital. Seit Jahresbeginn wurden 35 Neuemissionen an der Börse platziert, 42 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Foto: Viktor Hanacek/picjumbo-com

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