Unser Blog zu Geldanlage, Börse und ETF

Home » Unser Blog zu Geldanlage, Börse und ETF » Allgemein » Freitagsfrage: Wie geht es weiter mit den Griechenland-Klagen?

Freitagsfrage: Wie geht es weiter mit den Griechenland-Klagen?

Eine Art letzten Aufruf startet die DSW in Sachen Griechenland-Klagen.“Wer sich noch nicht entschieden hat, kann sich jetzt noch anschließen.“, sagt Thomas Hechtfischer, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Die DSW organisiert derzeit Klagegemeinschaften. Offensichtlich ist die Klagebereitschaft aber nicht mehr so hoch wie noch im Herbst.

Damals waren 4000 Betroffene in der Arbeitsgemeinschaft-Griechenland-Anleihen (AGA) registriert, es war von einem Volumen von rund 200 Millionen Euro die Rede. In der jüngsten Mitteilung der Anlegerschutzorganisation heißt es, rund 1000 Anleger mit einem Volumen von insgesamt 50 Millionen Euro hätten sich bisher in der AGA zusammengeschlossen.Nun würden die Anleger zu Klagegemeinschaften zusammengefasst, denn das spart Kosten. „In großen Städten wie Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart ist das angesichts der Vielzahl der dort Geschädigten bereits vorbereitet“, so die DSW.

Im November hatten die bei der DSW registrierten Anleger ein Schreiben zu den Kosten der Klage und dem Hinweis auf das Einsparpotenzial von Sammelklagen erhalten. Darin heißt es: „Beispielsweise fallen bei einem Anlagevolumen von 50.000,- € herkömmlich ca. 3.200,- € Anwaltsgebühren auf Klägerseite an. Bei einem für mehrere Anleger zusammengefassten Gesamtgegenstandswert von 1 Mio. € würde sich der betreffende Anteil dieses Anlegers auf 670,- € reduzieren. Allerdings betrifft dies nicht die Gerichtskosten und die gegnerischen Anwaltsgebühren.“ 

Wie gut die Chancen auf Erfolg sind, ist nicht absehbar. Die DSW hatte versucht über die Bundesregierung  eine Klage auf diplomatischen Weg in Griechenland zustellen zu lassen. Doch die Bundesregierung weigerte sich, die Klageschrift weiterzuleiten. Das ist verständlich, denn zum einen wird die Masse der Steuerbürger in Sachen Griechenland zur Kasse gebeten. Zum anderen bewerten Juristen die Ablehnung als übliches Vorgehen, wenn es um ein Verfahren gegen EU-Staaten gehe.

Dadurch verzögert sich jetzt zwar das Prozedere ein wenig, denn die Klageschrift muss direkt eingereicht werden. Doch das Verfahren dürfte sich ohnehin über Jahre hinziehen, da spielt die kurzzeitige Verzögerung auch keine Rolle mehr.

Weitere Beiträge
0 Kommentare

Themen

Archiv

Autoren

Blog abonnieren

Unsere Bücher

Alle Bücher

Unser Team