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Freitagsfrage: Warum ist der Rekordstand im DAX kein echtes Allzeithoch?

Neuer Rekord im DAX — diese Meldung lesen und hören wir seit Tagen. Doch genau
genommen notieren die Aktienkurse des DAX-30-Index noch rund 20 Prozent unter
ihrem Höchststand. Wie bitte passt das zu den Meldungen über beständig neue Rekorde?

Ganz einfach: Die Dividende macht den Unterschied. Der DAX
wird zwar als Kurs- und als Performanceindex berechnet, also einmal ohne und
einmal mit Dividenden. In der Regel wird der DAX als Performanceindex veröffentlicht,
das heißt, neben den Kursgewinnen werden auch die Dividenden berücksichtigt. In
der Praxis wird die Dividende rechnerisch in die jeweilige Aktie reinvestiert,
weshalb das Barometer automatisch jedes Jahr um den Wert der ausgeschütteten
Dividenden zulegt. Nach dieser Berechnungsmethode erreicht der Index
tatsächlich neue Höchststände.

Internationaler Standard ist jedoch nur die Berücksichtigung der
reinen Kursveränderungen der einzelnen Aktien, genannt Kurs- oder Preisindex, und
bei renommierten Barometern wie Dow Jones oder Nikkei sowie fast allen anderen
Indizes üblich. Der nach dieser Methode ermittelte DAX-Kursindex notiert derzeit bei rund 4400 Punkte und damit etwa 20 Prozent unter dem Höchststand von 2007.

Im Vergleich dazu
hat der Dow Jones Industrial Index (DJII) tatsächlich die alten Rekordmarken,
die er vor der Finanzkrise erklommen hatte, überwunden. Der vergleichbare DAX-Kursindex ist davon aber noch weit
entfernt – ein Aspekt, der durchaus für weiteres Potenzial spricht.

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